Aussichtspunkt

Gleich hinter unserem Haus haben wir einen der schönsten Aussichtspunkte Rügens: den Speckbusch. Es ist unser und unserer Gäste Lieblingsplatz. Denn von hier aus liegt Ihnen das gesamte Mönchgut zu Füßen. Bei gutem Wetter können Sie bis nach Usedom rüber schauen und sehen sogar die Windräder, die auf dem Festland emsig vor sich hindrehen. Man sieht die Insel Oie und ihr Leuchtfeuer, die Buchten von Lobbe und Thiessow sowie die Hügelkette der Zicker Berge und das Fischerdorf Gager. Gemütlich auf einer der Bänke lässt sich hier Sommer wie Winter Rügens spektakulärer Sonnenuntergang erleben. Aber überzeugen Sie sich selbst!

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Der Speckbusch ist aber nicht nur einer unserer Lieblingsplätze. Er ist auch ein mystischer Ort, dessen Geschichte weit zurück in der Vergangenheit beginnt. Einst ein Hügelgrab in der Bronzezeit findet sich der Speckbusch auf einer in der Eiszeit entstandenen Moränenkuppe vor der Göhrener Kirche. Die Kirche selbst wurde Anfang des 20. Jahrhundert errichtet. Halbrunde Fenster mit Buntglasscheiben zieren das ansonsten innen wie außen schlichte Gebäude und die ziegelgedeckten Türme sind durch ihre erhöhte Lage auf dem Hügel bis weit ins Mönchguter Land zu sehen. Der etwa 3 m hohe und 15 m breite Grabhügel ist mit Steinen befestigt und ein bedeutendes Bodendenkmal, dessen Entstehung etwa auf 1000 v. Chr. Geschätzt wird.
Man nimmt an, dass der Name Speckbusch im Mittelalter seinen Ursprung hat. Damals war die Gegend um den Speckbusch wesentlich stärker bewaldet, so dass man von hier Holz und Reisig zum „specken“ bzw. „spicken“ der Wege entnommen hat. Einige wenige alte Eichen finden sich auch heute noch auf dem Grabhügel und spenden im Sommer kühlen Schatten. Das Umland hingegen ist heute nur noch mit Gras und Büschen bewachsen, so dass man den tollen Ausblick über den gesamten Südostteil der Insel Rügen bis hinüber zum Festland ganzjährig genießen kann.